Frauengesundheit Unfruchtbarkeit und IVF

Retortenbaby ist ein Schlagwort zur Bezeichnung eines Kindes, das durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde.

Das erste auf diese Weise gezeugte Kind, Louise Joy Brown, kam am 25. Juli 1978 im englischen Oldham (bei Manchester) zur Welt. Das zweite, Alastair MacDonald, wurde am 14. Januar 1979 ebenfalls in Großbritannien geboren. Das dritte, Candice Reed, kam am 23. Juni 1980 in Australien zur Welt. Am 28. Dezember 1981 wurde in Norfolk (Virginia) Elizabeth Carr, das erste so gezeugte Kind in den USA, geboren.

Das erste deutsche „Retortenbaby“ Oliver W. kam am 16. April 1982 am Universitätsklinikum Erlangen zur Welt. Der verantwortliche Arzt war Dr. Siegfried Trotnow. Nach dem Erfolg meldeten sich der Klinik zufolge in der Bundesrepublik 560 Frauen, die ebenfalls auf diese Weise ein Kind bekommen wollten. Das Klinikum konnte nach eigenen Angaben aber nur 60 Frauen behandeln.

1985 kamen in Deutschland die ersten „Retortendrillinge“ zur Welt (Frauenklinik der Universität München, Maistraße).

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) – lateinisch für Befruchtung im Glas – ist eine Methode zur künstlichen Befruchtung. Sie wurde in den 1960er und 1970er Jahren von Robert Edwards, der 2010 dafür den Nobelpreis für Medizin erhielt,und Patrick Steptoe entwickelt.

Ablauf der In-vitro-Fertilisation

Überprüfung auf Fehler im Erbgut: Bei Verdacht auf Erbkrankheiten erfolgt im Regelfall eine genetische Untersuchung zur Feststellung des Karyotyps – Chromosomenuntersuchung – normaler Karyotyp Frau 46 XX, Mann 46 XY, abweichender Karyotyp z. B. bei Klinefelter-Syndrom 47 XXY, sowie eine Untersuchung auf schwere vererbbare Krankheiten (z. B. Mukoviszidose, die auf Fehlern in bestimmten Abschnitten von Chromosom 7 beruht; Azoospermiefaktor (AZF, beim Mann)).

Downregulation: Durch die Gabe bestimmter Medikamente GnRH-Analoga/-Agonisten, GnRH-Antagonisten oder Antibabypille wird die Eigentätigkeit der Eierstöcke gedrosselt, damit anschließend durch die hormonelle Stimulation mehr als eine Eizelle gewonnen werden kann. Ovarielle Stimulation: Durch Hormongabe (FSH-Präparate) werden mehrere Eizellen zur Reifung stimuliert; optimal ist einer britischen Studie zufolge die Reifung von 15 Eizellen. Die Frau injiziert sich ca. 11 Tage lang (abhängig vom Follikelwachstum) mit einer Spritze oder einem sogenannten Pen Follikelstimulierendes Hormon (FSH) in einer festgelegten Dosis subkutan, d. h. unter die Haut (Bauch).

Überprüfung der Spermien: Spermien werden auf Dichte/Konzentration (Anzahl), Morphologie (Form), Motilität (Beweglichkeit) und Infektionen (Bakterien, Chlamydien) überprüft. Kriterien für ein normales Spermiogramm nach WHO-Kriterien 2010: Spermiendichte 15 Mio/ml, progressive (lineare) Motilität 32 %, normale Morphologie 4 %

Überwachung des Follikelwachstums: Ab dem 6. Zyklustag werden die Follikel mittels Ultraschall überwacht. Die Bauchdecke der Frau kann sich leicht anspannen. Am 9. Zyklustag (Ultraschall) wird entschieden, wann die Eizellen entnommen werden (abhängig von der Follikelgröße).

Auslösung des Follikelsprungs: Der Follikelsprung (Ovulation) wird durch das Hormon HCG ausgelöst.Follikelpunktion: Die Follikelflüssigkeit wird transvaginal, ultraschallgesteuert mit einem stabförmigen Schallkopf, der mit einer Punktionsnadel versehen ist, aus den einzelnen Follikeln punktiert.Spermiengewinnung: Spermien zur Befruchtung der Eizelle werden zumeist parallel zur Eizellenpunktion durch Masturbation oder einen mikrochirurgischen Eingriff (TESE, s. u.) gewonnen

Was ist ein Embryo?

Der oder das Embryo auch der Keim oder der Keimling, ist ein Lebewesen in der frühen Form seiner Entwicklung.Mit der embryonalen Entwicklung – der Differenzierung von Zellen, der Bildung von Geweben, der Anlage von Organen, der Ausbildung von Körperformen sowie damit einhergehenden Funktionen und Leistungen – befasst sich die Embryologie.

Elternkombinationen

Bei der IVF ist es möglich, dass die genetische und die soziale Elternschaft auseinanderfallen. So ist es im Extremfall denkbar, dass die Eizelle einer Spenderin mit der Samenzelle eines Spenders befruchtet und die auf diese Weise entstandene Zygote einer Leihmutter eingesetzt wird. Zusammen mit den sozialen Eltern ist hier also die (Teil-)Elternschaft von bis zu fünf Personen denkbar.

Derartige Kombinationen sind allerdings ethisch problematisch. In manchen Ländern sind Eizellspenden und/oder Leihmutterschaften deshalb verboten, in vielen anderen gesetzlich geregelt. In Polen scheiterte die katholische Kirche 2009 mit einer Initiative, IVF gesetzlich verbieten zu lassen. In Deutschland sind sowohl die Eizellspende als auch die Leihmutterschaft durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Dagegen ist die Samenspende erlaubt, was angesichts des Gleichbehandlungsgrundsatzes kritisch diskutiert wird. Werden die Samen des Partners verwendet, spricht man von „homologer“, bei der Verwendung von Samen dritter (meist unbekannter) Spender von „heterologer“ Samenspende.

Erzeugung und Übertragung mehrerer Embryonen

Eine weitere Problematik betrifft die Erzeugung überzähliger Embryonen. Die künstliche Befruchtung wird, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen, meist an mehreren Eizellen durchgeführt. Die so entstandenen Zygoten werden jedoch oft nicht alle in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Wie mit den „überschüssigen“ Embryonen umgegangen wird bzw. werden soll, ist ein ethisch-moralisches Problem, das in vielen Ländern unterschiedlich gehandhabt wird.

Zum großen Teil werden diese Embryonen „verworfen“, also abgetötet, zum kleinen Teil im Rahmen der umstrittenen Embryonenforschung verwendet: Beides ist in Deutschland aufgrund des Embryonenschutzgesetzes allerdings verboten. Eine andere Möglichkeit, die überzähligen Embryonen zu bewahren, ist die Kryokonservierung, bei der die Embryonen in flüssigem Stickstoff konserviert und für eine spätere Behandlung aufbewahrt werden.

Um dem Problem der in Deutschland verbotenen Verwerfung entwicklungsfähiger Embryonen und der Erzeugung von Embryonen „auf Vorrat“ zu begegnen, dürfen imprägnierte Eizellen im sogenannten Vorkernstadium, also vor der Verschmelzung des mütterlichen und väterlichen Erbguts, zulässigerweise kryokonserviert werden. Diese imprägnierten Eizellen können später aufgetaut werden und sich zu Embryonen entwickeln, die in die Gebärmutter übertragen werden.

Blutungen:

Während der Eizellensammlung können bei den Müttern Blutungen auftreten, eine häufige Nebenwirkung. Es ist jedoch keine Behandlung erforderlich. Meist findet eine selbstständige Erholung statt, wenn die Eiersammelphase stattfindet.

Infektion:

Eine Infektion kann sich je nach Eizellensammlungsprozess entwickeln, was jedoch relativ selten der Fall ist.

Verletzung der Bauchorgane:

Während der Eizellentnahme können die inneren Bauchorgane geschädigt werden, eine jedoch sehr seltene Situation, wenn sie von erfahrenen Ärzten praktiziert wird.

Andere Probleme, die bei der IVF-Behandlung auftreten können:

  • Trotz der verwendeten Medikamente kann nicht die gewünschte Anzahl von Eiern entwickelt werden.
  • Es können nicht ausreichende Eier gesammelt werden. In diesem Fall kann die In-vitro-Fertilisation fehlschlagen.
  • Eine Befruchtung kann nicht stattfinden, wenn die Samenzellen und Eizellen keine ausreichend gute Qualität aufzeigen.
  • Die Gebärmutter ist möglicherweise nicht in der Lage den Embryo zu halten.
  • Die Behandlung kann aufgrund eben dieser Probleme abgebrochen werden.

Wie kann ich meine fruchtbare Zeit bestimmen?

Ihre fruchtbare Zeit ist die Zeit, in der Sex zu einer Schwangerschaft führen kann. Dies ist die 4-6 Tage vor dem Eisprung (Freisetzung eines reifen Eies aus dem Eierstock). Frauen ovulieren normalerweise 14 Tage vor dem Datum der nächsten Regelblutung.

Wie verläuft die Behandlung der Unfruchtbarkeit im Allgemeinen?

Eine Vielzahl von Diagnostiken kann verwendet werden, um die Ursache einer Unfruchtbarkeit bei einem Paar festzustellen. Diese reichen von einer einfachen Blutuntersuchungen bis zu komplizierteren Analysemethoden. In jedem Fall ist die Diagnose ein entscheidender erster Schritt, um den geeigneten therapeutischen Weg zu bestimmen, der beschritten werden sollte. Neben der eigentlichen Ursache können auch andere Faktoren wie das Alter der Frau oder Probleme beider Partner die Wahl der Behandlung beeinflussen.

Jede Operation birgt Risiken

Alle chirurgischen Eingriffe weisen eine Reihe von Risiken auf, die mit den Vorteilen dieses Eingriffes abzuwägen sind. Ihr Chirurg wird mit Ihnen die möglichen Risiken einer Operation besprechen, um Ihnen die Möglichkeit einer bewusste Entscheidung zu geben.

Ist Unfruchtbarkeit ausschließlich ein weibliches Problem?

Nein. Die Inzidenz von Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen ist nahezu identisch. Unfruchtbarkeit ist in 30-40% der Fälle ein weibliches Problem und in 10-30% der Fälle ein männliches Problem. Probleme, die von  beiden Partnern gemeinsam herrühren, werden bei 15-30% der unfruchtbaren Paare diagnostiziert. Nach gründlichen medizinischen Untersuchungen sind die Ursachen des Fruchtbarkeitsproblems nur bei einer Minderheit der unfruchtbaren Paare ungeklärt (5-10%).

Was ist die erste Phase der Behandlung von Unfruchtbarkeit?

Die erste Konsultation beinhaltet die Gesamtbewertung der Ursache der Unfruchtbarkeit und die Ermittlung des aktuellen Fertilitätsstatus des Paares. Ein transvaginaler Sonographiescan liefert großartige Informationen über Follikel, Uterusschleimhaut, Vorhandensein von Myomen usw. Eine detaillierte Samenanalyse wird durchgeführt und gleichzeitig gespeichert. Eine Hysteroskopie ist erforderlich, wenn in der Sonographie abnormale Befunde vorliegen.

Warum IVF fehlschlägt?

Die IVF schlägt hauptsächlich aus zwei Gründen fehl. Ein Grund liegt in der Qualität der Eier und der zweite Grund ist ein Implantationsfehler. Diese Dinge können auch bei natürlichen Schwangerschaften vorkommen, aber da IVF mit Kosten verbunden ist, fällt dies besonders schwer ins Gewicht. Die Qualität der Stimulation und die Qualität der Embryologie spielen eine große Rolle. Sie können jedoch durch strenge Maßnahmen korrigiert werden. Die Qualität der Eier und der Implantation ist jedoch immer noch unüberwindlich.

Wie wirkt sich das Alter auf die Fähigkeit einer Frau aus, Kinder zu haben?

Das Alter einer Frau kann ein wichtiges Problem für die Fortpflanzung sein, da Frauen nach der Geburt nie mehr neue Eier erzeugen. Alle Eier, die eine Frau für das Leben besitzt, sind bereits bei der Geburt in ihren Eierstöcken vorhanden. Aufgrund des normalen Alterungsprozesses treten potenziell ungünstige zelluläre und chromosomale Veränderungen in den Eiern auf, die zu Down-Syndrom, Fehlgeburten und insgesamt niedrigeren Schwangerschaftsraten führen. Wir bieten spezielle Fertilitätsbehandlungsstrategien an, die in bestimmten Fällen das Ergebnis verbessern können.

Wann sollten sich Paare behandeln lassen, die trotz regelmäßigem Zusammensein keine Kinder bekommen können?

Die Untersuchung und Behandlung sollte nach 1 Jahr, einem Alter ab 37 Jahren ode nach 6 Monaten wenn es bereits ein Problem bei einer vorherigen Schwangerschaft gab.Das Reagenzglasbefruchtung kann bis zu einem Alter von 44 Jahren angewendet werden. Nach dem 42. Lebensjahr sind die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung jedoch sehr gering.

Was ist eine Mikroinjektion?

Die Mikroinjektion ist eine In-vitro-Fertilisationsmethode, bei der ein einzelnes Sperma zur Befruchtung in die Eizelle injiziert wird.

Ist ein niedriges Risiko bei IVF-Schwangerschaften höher?

Das niedrige Risiko ist nicht höher.

Was ist der Unterschied zwischen Mikroinjektion und In-vitro-Fertilisation?

Die Mikroinjektion wird bei männlicher Unfruchtbarkeit und die In-vitro-Fertilisation bei weiblicher Unfruchtbarkeit angewendet.

An wen richtet sich die IVF oder Mikroinjektion? Wie werden sie angewendet?

Diese Methoden werden in Fällen angewendet, in denen herkömmliche Methoden unwirksam sind und keine Schwangerschaft möglich ist.

Wie oft kann IVF getestet werden?

Nach drei Versuchen sinken Ihre Chancen, schwanger zu werden. In nachfolgenden Therapien kann eine Schwangerschaft erreicht werden, aber die Chance ist geringer.

Wie lange dauert die Behandlung des Reagenzglasbabys?

Es dauert ungefähr 30 Tage vom Beginn der Behandlung bis zum Tag des Schwangerschaftstests.

Besteht das Risiko einer Embryonenreduktion, hat dies Auswirkungen auf das Schwangerschaftsergebnis?

Der Verlust beträgt 5%. Die Anzahl der Zwillingsbabys im Hinblick auf Frühgeburtlichkeit und niedriges Geburtsgewicht ist höher als bei normalen Babys.

Muss ich während der IVF-Behandlung im Krankenhaus bleiben?

In keiner Phase des Verfahrens ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Können wir das Geschlecht bei der IVF-Behandlung bestimmen?

Möglich, aber aus ethischen und rechtlichen Gründen in vielen Ländern, einschließlich der Türkei, wird dies nicht angeboten.

Wie lange sollte ich zur Behandlung in der Türkei bleiben?

Anhand Ihres Berichts und der jeweiligen Behandlungsmethode informieren wir Sie vor Beginn der Behandlung mit welchem Zeitrahmen einschließlich Erfolgskontrolle zu rechnen ist.

Warum sollte ich eine Behandlung in der Türkei bevorzugen?

Wir sind stolz auf unsere Erfolge bei IVF-Behandlungen und stehen an Platz 7 auf der Weltliste. Arbeiten Sie mit uns zusammen und wir verwirklichen mit unseren erfahrenen Ärzten Ihre Träume.