Eingewachsener Zehennagel

Der eingewachsene Zehennagel ist eine Erkrankung, bei der es durch Druck von außen bzw. durch Nagelfehlwachstum, vor allem im Bereich der Großzehe am äußeren, aber auch am inneren Nagelwall zu einer schmerzhaften, andauernden entzündlichen Veränderung kommen kann. Meist wird diese sehr häufig auftretende Erkrankung auch durch falsche Nagelpflege hervorgerufen: Durch das zu kurze Schneiden, in Verbindung mit dem Abrunden der seitlichen Ecken, können sich die Nägel buchstäblich in den seitlichen Nagelwall „hineinbohren“. Häufig tritt diese Erkrankung im Jugendalter auf, jedoch sind auch ältere Patienten davon betroffen.

Bei fortgeschritteneren Befunden muss gegebenenfalls eine Nagelentfernung in örtlicher Betäubung oder eine sog. Emmert-Plastik durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine recht ausgedehnte Entfernung der entzündlichen Nagel- und Nagelwallanteile unter Mitnahme der nagelbildenden Bereiche (Nagelwurzel). Dieser Eingriff wird selbstverständlich in örtlicher Betäubung durchgeführt, hat aber den Nachteil, dass eine relativ große Wundfläche an der Großzehe zurückbleibt, die relativ lange zur Heilung braucht. Der Heilverlauf ist bei der klassischen Operation für die ersten Tage danach meist recht schmerzhaft, bis zum Abschluß der Heilung vergehen 4-6 Wochen.