Diabetische Fußpflege

Menschen mit Diabetes sollten ihre Füße täglich sorgfältig pflegen. Hier lesen Sie Schritt für Schritt, worauf es dabei ankommt

Aus den Augen, aus dem Sinn? Könnte man glauben. Manche Menschen mit Diabetes wissen gar nicht, dass sie ein erhöhtes Risiko für Fußprobleme haben. Und längst nicht jeder pflegt täglich seine Füße. Wer Hand anlegt, geht dabei nicht immer umsichtig zu Werke – die sanfte Tour ist bei der Fußpflege offenbar nicht jedermanns Sache.

Bei einer solchen Grobbehandlung kann es zu Verletzungen kommen. Und die heilen gerade bei Diabetes oft schlecht. Deshalb hält man sich bei der Fußpflege besser an die Devise „Sanft, aber sorgfältig“. Wie es geht, erfahren Sie bei uns Schritt für Schritt.

Diabetische Neuropathie

Die diabetische Neuropathie kann bei allen Formen des Diabetes mellitus auftreten. Hierbei werden die Nerven angegriffen, die außerhalb des Gehirns und Rückenmarks liegen (periphere Nerven). Sie ist eine sehr häufige und für den Patienten oftmals sehr unangenehme Komplikation. Bei Diagnose eines Typ-2-Diabetes wird die Neuropathie bereits bei zwölf Prozent der Patienten gefunden. Danach steigt die Häufigkeit der Neuropathie linear mit der Diabetesdauer bis auf 50 Prozent nach 25 Jahren an. Die Schädigung der peripheren Nerven ist demzufolge eine häufig unterschätzte Komplikation des Diabetes mellitus. Die sensomotorische diabetische Neuropathie im Bereich der Beine trägt wesentlich zur Entwicklung von Missempfindungen an den Füßen („Ameisenlaufen“), Schmerzen und schlecht heilenden Wunden (Fuß Ulzerationen) bei. Sie ist ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des „diabetischen Fußes“.

 

Periphere Gefäßerkrankung

Diabetes beeinflusst auch die Durchblutung. Ohne eine gute Durchblutung dauert es länger, bis eine Wunde oder ein Schnitt verheilt ist. Eine schlechte Durchblutung von Armen und Beinen wird als „periphere Gefäßerkrankung“ bezeichnet. Die periphere Gefäßerkrankung ist eine Durchblutungsstörung und sollte ganz besonders auch bei der Fußpflege berücksichtigt werden.